Bohnenbergersches Reversionspendel

Die ersten Pendelmessungen wurden mit Fadenpendeln zur Bestimmung der Schwerkraft ausgeführt. Beobachtet man die Schwingungszeiten mit ein und demselben Pendel an verschiedenen Orten, so ist ein invariables Pendel oder zumindest ein solches Pendel, dessen Veränderungen man berechnen kann, erforderlich, um genaue vergleichbare Resultate für die Schwerkraft ableiten zu können. Um die Pendellänge genau zu bestimmen, wurden theoretische Betrachtungen und Rechnungen angestellt und Versuche mit zusammengesetzten physischen Pendeln ausgeführt. Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger ( 1765-1831, deutscher Astronom, Mathematiker, Physiker und Geodät) hatte die Idee, daß man ein zusammengesetztes Pendel mit zwei Schneiden so bauen kann, daß es in beiden Schneidenlagen mit gleicher Schwingungsdauer schwingt. Das war seine Erfindung des Reversionspendels.

Wie Bohnenberger in seinem 1826 publizierten Aufsatz erwähnt, fällt seine Idee zur Erfindung in die Jahre 1793/1794 während seines Studienaufenthaltes in Göttingen. Erst 1811 erschien sein 510 seitiges Lehrbuch Astronomie mit einer Darstellung dieser Erfindung.

Bohnenbergersches Reversionspendel

Bohnenbergersches Reversionspendel

 

(Quelle: Höpfner, J. (2015): Das Bohnenbergersche Reversionspendel. – Talk presented at the Festkolloquium anläßlich der Wiederkehr des 250. Geburtstages von Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger (Stuttgart 2015)  – Volltext [5 MB])

Weiterführendes

  • Höpfner, J. (2015): Das Bohnenbergersche Reversionspendel. – Talk presented at the Festkolloquium anläßlich der Wiederkehr des 250. Geburtstages von Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger (Stuttgart 2015)  – Volltext [5 MB]